Eine Augenlaser Operation birgt wie bei jeder operative Eingriff ein gewisses Risiko, das man man als Patient vor dem Eingriff kennen sollte. Wer eine Lasik garantiert ohne Probleme verspricht, handelt unseriös.
Bei der Lasik sind das Operations-Risiko und nachfolgende Probleme zum Glück selten und in den meisten Fällen ohne ernsthafte Konsequenzen. Trotzdem sollte man sich mit möglichen Nebenwirkungen einer Augenlaser Operation auseinandersetzen und nicht nur darauf hoffen, dass dies bei einem selbst nicht auftritt.
Lasik – Risiko und Probleme:
- Beim Abheben des dünnen Hornhautdeckels (Flap) mit dem Mikrohobel kann es zu einem unvollständigen oder unregelmäßigen Schnitt kommen. In diesem Fall würde die Behandlung abgebrochen, da der Augenlaser ansonsten nicht die definierte Abtragung der darunter liegenden Hornhautschicht durchführen könnte.
- Wenn es in seltenen Fällen nach der Augenlaser Operation zu einer Faltenbildung in der zurückgeklappten Hornhautlamme kommt, kann es notwendig sein, den Flap noch einmal anzuheben, zu spülen und anschließend wieder zuzuklappen.
- Wird die durch den Mikrohobel abgehobene Hornhautlamelle (der Flap) komplett abgetrennt, statt nur aufgekappt, so kann die Lasik fortgesetzt werden. Der Flap wird dann markiert und nach der Augenlaser Operation wieder in der richtigen Ausrichtung auf die Hornhaut gesetzt. Durch eine Kontaktlinse wird in diesem Fall die aufgesetzte Hornhautlamelle gegen ein Verrutschen gesichert.
- Es besteht bei der Lasik das Risiko einer zu starken oder zu schwachen Korrektur durch die Augenlaser Operation, so dass eine Fehlsichtigkeit von 1 – 2 dpt weiterhin vorhanden ist. Wenn es die individuelle Dicke der Hornhaut erlaubt, kann 3 – 6 Monate später noch einmal eine weitere Korrektur durch eine Augenlaser-Operation durchgeführt werden. Die dünne Hornhautlamelle wird dann noch einmal abgehoben und durch Nachlasern der noch vorhandene Sehfehler korrigiert.
- Falls Deckzellen der Hornhaut (sog. Epithelzellen) nach einer Lasik- Operation zwischen dem Flap und der restlichen Hornhaut einwandern, ist – so die Sehfähigkeit dadurch beeinträchtigt wird – eine weitere Operation notwendig, bei der der Flap noch einmal angehoben wird und die Epithelzellen entfernt werden.
- Trotz der Gabe von antibiotischen Augentropfen nach einer Lasik kann es zu Augeninfektionen kommen.
- In sehr seltenen Fällen (bei weniger als jedem tausendsten Patienten) kann es sein, dass der Patient nach der Lasik schlechter sieht als vorher. In Einzelfällen kann dann eine Hornhauttransplantation notwendig sein.
Beim Thema Lasik – Risiko und Probleme gibt es Punkte, die von manchen Patienten als besonders lästig empfunden werden:
- Es kann durch die Augenlaser Operation zu einer Verschlechterung des Dämmerungs- und Nachtsehens kommen, da das Kontrastsehen schlechter werden kann, es zu einer Blendempfindlichkeit kommen kann und z. T. Lichthöfe um Lichtquellen herum sichtbar werden können.
- Eine erhöhte Blendempfindlichkeit bedeutet für manche Patienten, dass sie draußen öfters seine Sonnenbrille tragen müssen.
- Trockene Augen
Fazit zu Lasik – Risiko und Probleme
Die Aufzählung der Risiken der Augenlaser-Operation soll nicht abschrecken, sondern aufzeigen, dass hinter jeder Chance auch ein Risiko steckt. Insgesamt sind das Lasik-Risiko überschaubar, jedoch trägt die Wahl der richtigen Klinik dazu bei, dass Risiko und Probleme minimiert werden.
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